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Grundschule Amshausen - Agenda Schule in NRW

 

Wir freuen uns riesig über die Anerkennung unserer Arbeit.

Das Kollegium und alle weiteren schulischen Gremien haben mit dem Ziel die Grundschule Amshausen zur AGENDA-SCHULE (obwohl es diesen Titel damals noch nicht gab!) zu entwickeln  eine jährlich stattfindende Schul-Projektwoche zu den vier Elementen (Erde, Luft, Wasser, Feuer) im Schulprogramm festgeschrieben. (Schulkonferenzbeschluss vom 26. 9. 2000) 

Während der vierjährigen Grundschulzeit kann jedes Kind zu allen vier Themenbereichen arbeiten und lernen und so ökologische, ökonomische, globale und soziale Aspekte kennen und verstehen lernen.

Alle Kinder der Schule können im Laufe ihrer Grundschulzeit jeweils im Frühsommer eingehend zu den vier Elementen arbeiten um nachhaltige Lernerfahrungen im Sinne der Agenda 21 zu sammeln.

Darüber hinaus wird auf allen Stufen zu unterschiedlichen Themen projektorientiert gearbeitet.

Elternmitarbeit und Unterstützung von „Experten“ sind dabei selbstverständlicher Bestandteil der Arbeit in den Projektgruppen. Eine Projektwoche endet jeweils mit einem „Unterricht bei offener Tür“ und alle vier Jahre mit einem großen „Tag der offenen Tür“, an dem die Kinder als Experten ihre Arbeitsergebnisse präsentieren und die Besucher zu Experimenten einladen.

Das Selberausdenken und –initiieren, das Selbermachen und der Stolz auf das Ergebnis entsprechen den Grundbedürfnissen der Kinder nach freier Gestaltung, nach lernender Weiterentwicklung im eigenen Arbeitsbereich, nach dem Eingebundensein mit den jeweiligen individuellen Stärken in der Teamarbeit und nach Bestätigung durch andere, durch das Geschaffene und durch sich selbst.

Die Projektarbeit, losgelöst vom Stundenplan und in kleinen Arbeitsgruppen, ist hoch motivierend und stärkt das Selbstvertrauen, fördert problemlösendes Denken und Handeln, ermöglicht intensive Auseinandersetzung mit einem Thema (Enrichment für begabte Kinder) und vermittelt neue Lernerfahrungen.

Mit dem jährlichen Projekt „Die vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft“ vermittelt die Schule den Kindern nachhaltige Lernerfahrungen, die sie befähigen sollen die Schlüsselprobleme gegenwärtiger und künftiger Gesellschaft zu bewältigen:

  • die bewusste Wahrnehmung ihrer Lebenswelt
  • das bewusste Erleben ihrer Welt, auch als Teil dieser Erde (sozial gesehen)
  • die Entdeckung der Neugierde auf Naturphänomene
  • die Bereitschaft, Lebendes zu achten, zu erhalten, zu schützen und mit allen Menschen auf der Welt zu teilen
  • die Entwicklung von Werten
  • die Sensibilisierung für Umweltprobleme (ökol., ökon. und global gesehen)
  • die Bereitschaft für verantwortliches Handeln im Umgang mit der Natur
  • die Identifikation mit Heimat und Natur
  • die Einsicht in ökologische Zusammenhänge.

So werden in jeder Jahrgangsstufe ökologische, ökonomische, globale und auch soziale Dimensionen im Sinne mehrperspektivischen Lernens einbezogen.

  • Kinder erleben unsere Projektwochen als Höhepunkte im Schuljahr. Das Lernen mit allen Sinnen, das selbstbestimmte Lernen und Arbeiten, der intensive Austausch mit Kindern der eigenen Klasse und der übrigen Schule, die Zusammenarbeit mit Experten (s. Anlagen „Schulprogramm“) und vor allem die Präsentation der eigenen Arbeit in der Öffentlichkeit bringen nicht nur eine enorme Motivation, sondern auch einen großen  und bewussten Lernzuwachs.

  • Eltern erfahren das Lernen und Arbeiten ihrer Kinder neu. Sie staunen über die Lernzuwächse der Kinder, über ihre Ansichten und Werthaltungen und lassen sich von ihren Kindern intensiv in die schulische Arbeit mit einbeziehen und bringen sich vielfältig mit ein.

  • Wegen des nachweislich hohen Erfolges unserer Projekte „Die 4 Elemente“ (Evaluation bei Kindern 2003, bei Eltern 2004) werden wir sie wie geplant im Schulleben als Kernanliegen und festen Bestandteil beibehalten.
Klasse 1: Erde
Klasse 1: Erde
Klasse 2: Luft
Klasse 2: Luft
Klasse 3: Wasser
Klasse 3: Wasser
Klasse 4: Feuer
Klasse 4: Feuer

Mehr über die jährlich wiederkehrende Projektwoche erfahren!

Im Spätsommer 2006 zeigten wir auf der Bodenaktionswoche im Kreishaus Gütersloh anderen Grundschulkindern, was im Boden so alles zu entdecken ist.

Bodenaktionswoche
Bodenaktionswoche

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Die vier Elemente

Kinder sind heute zunehmend der Gefahr ausgesetzt den Bezug zur Natur und natürlichen Umwelt zu verlieren.

Mit dem jährlichen Projekt „Die vier Elemente: Erde, Feuer, Wasser, Luft“ vermittelt die Schule den Kindern nachhaltige Lernerfahrungen, die sie befähigen sollen die Schlüsselprobleme gegenwärtiger und künftiger Gesellschaft zu bewältigen:

  • die bewusste Wahrnehmung ihrer Lebenswelt
  • das bewusste Erleben ihrer Lebenswelt
  • die Entdeckung der Neugierde auf Naturphänomene
  • die Bereitschaft, Lebendes zu achten, zu erhalten und zu schützen
  • die Entwicklung von Werten
  • die Sensibilisierung für Umweltprobleme
  • die Bereitschaft für verantwortliches Handeln im Umgang mit der Natur
  • die Identifikation mit Heimat und Natur
  • die Einsicht in ökologische Zusammenhänge.
Schulgarten
Schulgarten

Für die Anlage eines Schulgartens, in dem die Kinder weitere nachhaltige Lernerfahrungen sammeln können, hat die Schule langfristig Haushaltsmittel angespart. Das Startkapital erbrachte der mit 1000,- DM dotierte Umweltpreis der Gemeinde Steinhagen im Jahr 2001. Im Herbst 2002 begannen die vorbereitenden Arbeiten mit Hilfe des Bauhofes der Gemeinde Steinhagen, wie zum Beispiel das Setzen eines Zaunes und Pflügen des vorgesehenen Grundstücksbereiches. Kompost wurde zur Boden-verbesserung aufgebracht, eine eigene Kompostecke (gleichzeitig zur Verbesserung der Mülltrennung in der Schule) wurde angelegt und ein Regenwassertank installiert. Im Frühjahr 2003 wurde unter Mithilfe von Eltern (Gärtner und Biologen) die genaue Planung und Anlage von Beeten und Wegen in Angriff genommen. Die Kinder sollen so vor Ort nachhaltige Lernerfahrungen machen können und ökologische Zusammenhänge durch eigenes Erleben verstehen lernen.

Der Schulgarten wird in erster Linie durch eine AG betreut, die es sich auch zur Aufgabe macht Obst, Gemüse und Kräuter für die Koch-AG zu ziehen.

Im Jahr 2010 lag der Schulgarten wegen der großen Umbaumaßnahmen an unserer Schule brach. Im Frühjahr 2011 erfolgt die Neuanlage.

Umweltfreundliche Schulmaterialien

Die Kinder der Grundschule Amshausen benutzen ausschließlich Bunt- und Bleistifte anstatt der häufig verwendeten Filzstifte.

Die Arbeitsmappen sind aus Pappe hergestellt und die Hefte bestehen aus Recycling - Papier. Diese Hefte werden auf Elternbeschluss hin in Sammelbestellungen angeschafft und in der Schule bevorratet, so dass die Kinder jederzeit im Sekretariat ein neues Heft erhalten können.

Etliche Klassen haben sich der entsprechenden Initiative des Landesumweltministeriums angeschlossen und benutzen ausschließlich Recycling – Papiere.

Mülltrennung/Müllvermeidung

In der gesamten Schule wird bereits seit Jahren der Papiermüll sorgfältig von übrigem Abfall getrennt. Seit einer großen Untersuchung der Müllmengen einer einzigen Schulwoche am Umwelttag im März 2006 trennen die Kinder und alle MitarbeiterInnen der Schule auch noch nach Wertstoffen und Restmüll.

Das Schulfrühstück wird von praktisch allen Kindern in immer wieder verwendbaren Frischhaltedosen, die Getränke, sofern keine Schulmilch getrunken wird, in bruchsicheren Trinkflaschen mit zur Schule gebracht.

Organische Abfälle werden gesammelt zum Kompost im Schulgarten gebracht.

Die Schule unterhält öffentliche Sammelstellen für Tintenpatronen und Tonerkartuschen, für Korken und Alt – Handys.

Sparsamer Umgang mit Strom, Heizung und Wasser – Umweltdetektive

In jeder Klasse wird an einem jährlichen Umwelttag der Stromverbrauch thematisiert, das sinnvolle Heizen und Lüften und der sparsame Umgang mit Wasser besprochen und werden „Umweltdetektive“ ausgebildet.

Jede Klasse bestimmt einen Experten für elektrischen Strom, der darauf achtet, dass nur benötigte Lampen (versehen mit einem grünen Punkt) brennen und beim Verlassen der Klasse ausgeschaltet werden, dass nicht mehr benutzte Stromverbraucher umgehend vom Netz getrennt werden.

Ein Experte für Heizen und Lüften sorgt beispielsweise dafür, dass nicht mit gekippten Fenstern dauergelüftet wird, sondern Stoßlüftung in den Pausen stattfindet.

Der Experte für Wasserverbrauch mahnt zu sparsamem Umgang mit Wasser, schließt laufende Wasserhähne, meldet dem Hausmeister tröpfelnde Wasserhähne und kontrolliert auch die Waschbecken in den Toilettenräumen.

Ordnung und Sauberkeit in den Klassenräumen und auf den Fluren 

In den großen Pausen gehen Experten für Ordnung und Sauberkeit (erkennbar an einer Plakette) durch das Schulgebäude und kontrollieren beispielsweise, ob alle Jacken, Mützen, Schals usw. ordentlich am Haken hängen, ob Turnbeutel und Tornister richtig untergebracht sind und ob die Hausschuhe in den Schuhregalen stehen. Dafür vergeben sie Ordnungspunkte, die über das Jahr hinweg aufsummiert werden, um dann am Schuljahresende der ordentlichsten Klasse eine Urkunde und eine kleine Belohnung überreichen zu können.

Am Bach

Außerschulische Lernorte

Außerschulische Lernorte bilden die Komplexität der Welt ab. Die reale Begegnung fördert die handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Situationen, Phänomenen und Naturerlebnissen. Die LehrerInnen der Grundschule Amshausen verlassen deshalb so oft wie möglich mit den Kindern das Schulgebäude, um Lernerfahrungen vor Ort zu ermöglichen. Die Kinder werden aktiv in Lernprozesse eingebunden, sie können eine höhere Aktivität entwickeln und erleben die selbstverständliche Verknüpfung von Lernen und Lebenswelt. So werden sie ermutigt und ermuntert, diese, ihre Umwelt bewusster wahrzunehmen.

Durch die regelmäßige Einbindung außerschulischer Lernorte in den Gesamtkontext von Schule, beispielsweise Müllsammlung am Jückemühlenbach im dritten Schuljahr, ehe in der Projektwoche „4 Elemente“ die Wasserqualität dieses Bachlaufes untersucht wird, werden die Kinder auf ein Leben vorbereitet, welches individuelle Erfahrungen mit gesellschaftlich relevanten Gegebenheiten verknüpft.

Unterrichtseinheiten mit der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld

Besuche der Mitarbeiter der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld gehören seit langer Zeit zu festen Gelegenheiten nachhaltigen Lernens, wie z. B. die Durchführung von Unterrichtseinheiten wie Bodenuntersuchungen oder Gewässeruntersuchungen in der Schulumgebung mit den „Experten“.

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Im Jahr 2005 erhielten wir vom

und vom

den Titel Agenda 21-Schule in NRW 2005.

Die Kampagne des Landes wurde danach umbenannt in Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit

Seit 2008 wurde die Arbeit der Grundschule Amshausen immer wieder ausgezeichnet:

Schule der Zukunft 2008

Schule der Zukunft 2012

Schule der Zukunft 2015

 Netzwerk der Zukunft 2015 (AWO-Kita Rostocker Straße - GS Amshausen – Gymnasium Steinhagen)

Auszeichnung Grundschule-Amshausen 2015 Gruppenbild-Netzwerk-Steinhagen Kids4Kids Stand der Grundschule-Amshausen in Detmold