Die Karg-Stiftung zeichnet enge Kooperations- und Projektpartner, die engagiert, herausragend und sichtbar für die Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher einstehen, mit der Plakette "Partner der Karg-Stiftung" aus.

 

 

 

Begabungsförderung durch Individualisierung

Nele Moost „Wenn die Ziege schwimmen lernt“
 
Übergänge gestalten / Einschulung

 

Kinder werden mit unterschiedlichsten Voraussetzungen eingeschult. Die Altersbandbreite beträgt bis zu zwei Jahre. Die Entwicklungsbandbreite beträgt oft drei oder vier Jahre. Kinder haben unterschiedliche Begabungen und unterschiedliche Lernbedürfnisse.

Oft werden begabte Kinder von Eltern in der Erziehung als anstrengend empfunden, von Erzieherinnen, Erziehern, Lehrerinnen und Lehrern als sozial schlecht integrierbar. Häufig wird diesen Kindern soziale Unreife nachgesagt, die im Kontrast zur kognitiven Reife stünde. Dabei wird aber übersehen, dass eine akzelerierte kognitive Entwicklung nicht automatisch eine

gleichaltrige Entwicklung im sozial-emotionalen Bereich nach sich zieht.

Wir versuchen durch frühzeitiges Screening die besser begabten Kinder genauso in den Blick zu nehmen wie Kinder mit fehlender Schulfähigkeit.

Wir akzeptieren die Verschiedenheit der Kinder und sehen dies als Chance und Verpflichtung, Lernprozesse zu individualisieren.

Das individualisierte Lernen in jahrgangsübergreifenden Gruppen mit der Möglichkeit nach einem Jahr bis drei Jahren in die dritte Jahrgangsstufe überzuwechseln, stellt eine große Chance hochbegabte Kinder wie auch für entwicklungsverzögerte Kinder oder Kinder mit Lernschwierigkeiten dar.

Bild aus: Nele Moost „Wenn die Ziege schwimmen lernt“, Beltz-Verlag

Übergang Kindertageseinrichtung – Grundschule

Schulanmeldung

Die Begleitung der künftigen Erstklässler erfolgt bereits in der Kindergartenzeit.

Bei der Schulanmeldung im November erhalten die Eltern einen Fragebogen zur Selbsteinschätzung des Entwicklungsstandes des eigenen Kindes, den sie im Dezember zum Schulspieltag wieder mitbringen sollen.

Grundsätzlich werden alle schulpflichtigen Kinder aufgenommen, um so eine frühzeitige Selektion und Stigmatisierung zu verhindern. Auch die vorzeitige Einschulung (Akzeleration) wird erleichtert, da die Kinder bei Bedarf bis zu drei Jahre in der Eingangsstufe verbleiben können.

Seit einigen Jahren nimmt die Grundschule Amshausen vermehrt hochbegabte Kinder aus den Nachbargemeinden und -städten in die Eingangsstufe auf, etliche auch vorzeitig. Darüber hinaus wechseln noch weitere hochbegabte Kinder während der Grundschulzeit an unsere Schule. Die enge Zusammenarbeit mit der Bildungs- und Schulberatung des Kreises Gütersloh im Arbeitskreis „Hochbegabung“ und die Zusammenarbeit mit Eltern erleichtert die Förderung von Kindern, die bisher negative schulische Erfahrungen gemacht haben.

Die erste Diagnostik erfolgt lange vor der Einschulung, um eine bruchlose Bildungsbiographie zu gewährleisten.

Eventuelle Entwicklungsdefizite oder besondere Begabungen werden schon jetzt  dokumentiert und als Grundlage für ein zeitnahes Elternberatungsgespräch genutzt.

In diesem Gespräch sollen den Eltern anhand einer schriftlichen Lern- und Förderempfehlung (für Eltern und Kindergarten) Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden, so dass in dem halben Jahr vor der Einschulung noch Forder-/Fördermaßnahmen greifen können. [...]

Zehn Schulen – darunter die Grundschule Amshausen - bildeten 2010 die Ausgangsbasis für das „Netzwerks Hochbegabtenförderung NRW“- Schulen, in denen Individuelle Förderung groß geschrieben wird und auch Schülerinnen und Schüler mit besonderen kognitiven Potenzialen gefördert werden.

Lesen Sie die Pressemitteilung des Schulministeriums NRW zur Entwicklung des Schulnetzwerks für Hochbegabtenförderung.

Alle Informationen zur Begabtenförderung können Sie herunterladen.
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Projekt Netzwerk Hochbegabtenförderung:   www.karg-stiftung.de

Familie-Osthushenrich-Stiftung:  www.familie-osthushenrich-stiftung.de

Annette-Schlichte-Steinhäger-Stiftung

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